Sicherheitswächter zunehmend als Serienausstattung Neue Technik erfordert kompetente Wartung - Reifenfachhandel ist bestens gerüstet!
Höher, schneller, weiter - der olympische Gedanke wird nicht allein im Sport gelebt, sondern er beflügelt genauso gut Unternehmen der freien Wirtschaft, die der Konkurrenz im Wettbewerb um die Gunst der Kunden um eine Nasenlänge voraus sein wollen. Die Automobilindustrie ist hier keine Ausnahme: immer neue Designs werden gekoppelt mit immer leistungsfähigeren Motoren - und als "Sahnehäubchen" wird dann noch die Serienausstattung um neue, attraktive Komponenten erweitert. Je schneller das Auto, desto höher sind die Anforderungen an die Fahrsicherheit - deshalb ist es nicht erstaunlich, dass die Automobilbauer gerade hier die Entwicklung vorantreiben und sicherheitsrelevante Komponenten nach und nach auch als "Plus" in die Serienmodelle einbauen. Nach Airbag, Seitenaufprallschutz und ABS hält jetzt eine neue Sicherheitskomponente Einzug in immer mehr Kraftfahrzeugmodelle: moderne, elektronisch geregelte Reifendruck- Kontrollsysteme, die permanent den Luftdruck in den Pneus überwachen und den Autofahrer warnen, wenn es Abweichungen von dem im System eingespeicherten Sollwert gibt.
"Eine sehr begrüßenswerte Entwicklung, die hoffentlich dazu beitragen wird, das Sicherheitsrisiko "Reifenmängel" in Zukunft mehr und mehr durch den Einsatz technischer Hilfsmittel zu minimieren", so kommentiert Gerhard Ludwig, Präsident des Bonner Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV), die technischen Fortschritte auf diesem Gebiet, die in den vergangenen Monaten eine ungeheure Dynamik entwickelt haben. Nahezu täglich gibt es aktuelle Pressemeldungen zum Thema, angefangen von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an neuen Systemen bis hin zum serienmäßigen Einbau marktreifer Systeme in gängige Modelltypen. Dass mehr Sicherheit in punkto Reifen Not tut, wird durch eine Vielzahl von Untersuchungen belegt, die Automobilclubs und Technische Überwachungsorganisationen in der Vergangenheit durchgeführt und die immer wieder gezeigt haben, dass die Mehrzahl der Autofahrer permanent mit dem falschen - zumeist mit zu geringem - Luftdruck in ihren Reifen unterwegs sind. Abgesehen davon, dass dies den Spritverbrauch sowie Schadstoffausstoß erhöht und damit ebenso unwirtschaftlich wie umweltfeindlich ist, birgt Minderluftdruck in den Pneus ein enormes Unfallrisiko: Durch die verstärkte Walkarbeit erhitzt sich nämlich der schlappe Reifen übermäßig und kann im Bereich der Karkasse (des Reifenunterbaus) bis zu 130° C heiß werden, was im schlimmsten Fall zum Platzen des Reifens führen kann.
Was die mit Druckverlusten verbundenen negativen Sicherheitsaspekte betrifft, so wurden diese in den USA auf tragische Art und Weise am Ford-Explorer sichtbar. Reihenweise Unfälle, die nach Einschätzung von Experten im Wesentlichen auf Druckverluste zuführen waren, haben im US-Markt nicht nur zur größten Rückrufaktion in der Geschichte der Reifenindustrie, sondern auch zu gesetzlichen Konsequenzen geführt. Ab November 2003 ist in den USA für alle Neuzulassungen von Pkw und Llkw der serienmäßige Einbau eines Luftdruck- Kontrollsystems gesetzlich vorgeschrieben. Diese Entwicklung wird sich nach Einschätzung des BRV mittelfristig auch in Europa und der Bundesrepublik Deutschland durchsetzen, zumal sich hier für die Automobilbauer die zusätzliche Chance ergibt, zukünftig durch die Kombination von Luftdruck-Kontrollsystemen mit Reifen - oder Rad-/Reifensystemen -, die Notlaufeigenschaften besitzen, gegebenenfalls ganz auf das Ersatzrad zu verzichten (mit der positiven Folge der Platz-und Gewichtsersparnis).
Bereits heute sind eine Vielzahl von Pkw insbesondere der Mittel- und Oberklasse, wie BMW, Daimler Chrysler, Audi, Peugeot, Citroën, Renault und Lexus serienmäßig oder optional mit entsprechenden Luftdruck-Kontrollsystemen ausgestattet. Aber auch bei sogenannten Volumenmodellen wie z.B. Renault Laguna II und Scénic sowie Mini-Cooper haben diese Systeme bereits Einzug in die Serie genommen. Technik da - alles gut? Noch nicht ganz, denn die hoch sensiblen elektronischen Systeme erfordern eine entsprechend kompetente Wartung und spezielle Kenntnisse. "Im Falle einer Reifenpanne oder eines Reifenwechsels sollten Sie mit Ihrem Fahrzeug unbedingt eine Reifen-Fachwerkstatt aufsuchen, denn das Handling von Rädern, die mit Luftdruck-Kontrollsystemen ausgestattet sind und deshalb Sensoren im Reifeninneren bergen, erfordert die Beachtung und Einhaltung besonderer Montagevorschriften und zum Teil besonderer Montagetechniken!", so empfiehlt BRV-Präsident Ludwig, selbst als Unternehmer im Reifenfachhandel mit der Thematik Reifendruck-Kontrollsysteme bestens vertraut. Ausgenommen hiervon sind sogenannte indirekte Systeme, die über das ABS gesteuert werden.
Ein Blick in die Betriebsanleitung oder auf das Armaturenbrett ihres Fahrzeuges zeigt Automobilisten, ob ihr Kfz auch schon mit einem elektronischen Reifendruck-Wächter ausgestattet ist. Auf die Wartung der Systeme bestens eingestellt sind die Mitgliedsbetriebe des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV), denn sie verfügen nicht nur über alle notwendigen technischen Informationen und über die entsprechende High-Tech-Montagetechnik, die für einwandfreies Handling der Systeme unbedingte Voraussetzung ist, sondern in der Regel wurde und wird ihr Personal auf bundesweite Initiative des BRV regelmäßig zur Montage solcher Kontrollsysteme geschult und ausgebildet. Zudem hat der BRV in einer bundesweiten Aktion seine Mitgliedsunternehmen mit Postern ausgestattet, die Kunden wie Mitarbeiter über Rad-/Reifensysteme mit Notlaufeigenschaften und Reifendruck- Kontrollsysteme informieren. BRV-Unterlagen Bekanntlich nimmt der Anteil der Fahrzeuge, die erstausrüstungsseitig entweder serienmäßig oder optional mit Run-flat-Reifen ausgestattet sind kontinuierlich - natürlich in Kombination mit einem Luftdruck-Kontrollsystem - zu.
Beginnend ab dem Frühjahr 2005 wird dies mit der Markteinführung den neuen 3"er BMW, der serienmäßig mit Run-flat-Reifen ausgestattet ist, neue Dimensionen erreichen. Denn hierbei handelt es sich um das erste Volumenmodell eines namhaften Fahrzeugherstellers, das serienmäßig mit Run-flat-Reifen in Kombination mit einem Luftdruck-Kontrollsystem ausgestattet ist. Die aktualisierte BRV-Übersicht (Stand 03/05), die Sie bei Interesse in "Großformat" gern in der BRV-Geschäftsstelle anfordern können.
Wir weisen an dieser Stelle gleichfalls erneut ausdrücklich darauf hin, dass auch die entsprechenden BRV-Poster sowohl für den Verkaufsraum - um dem Kunden Fachkompetenz zu zeigen - als auch für die Werkstatt - um das Montagepersonal zu sensibilisieren - in der BRV-Geschäftsstelle kostenlos (bei Übernahme der Porto- und Versandkosten) geordert werden können.
(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)